Podcasting ganz einfach unter Windows?
Wir haben wir bereits erklärt, wie man mithilfe der Recordingsoftware Audacity, entsprechenden Feed-Generatoren sowie einem FTP-Programm aus einer selbst aufgenommenen MP3-Datei einen Podcast erstellt. Zwar sind alle diese Programme kostenlos, doch bleibt das Problem, dass drei verschiedene Produkte eingesetzt werden müssen, um schließlich den Podcast veröffentlichen zu können.
Audioaufnahme
Beim Programmstart befindet sich der Podcast Maker im Aufnahmemodus. Ein Klick auf den großen roten Aufnahmeknopf „Record“ genügt, und eine Pegelanzeige wird eingeblendet. Hier können einige Einstellungen bezüglich des Aufnahmeformats getroffen und der Aufnahmepegel beobachtet werden. Sehr praktisch ist, dass die Pegelanzeige durch die drei Hinweise „Pegel zu niedrig“, „Pegel optimal“, „Pegel zu hoch“ auch Laien ohne Tonstudioerfahrungen ermöglicht, optimal ausgesteuerte, verzerrungsfreie Aufnahmen zu erstellen. So können eventuelle Übersteuerungen schon vor der Aufnahme erkannt und vermieden werden.
Integrierte Effekte
Ist das Roharrangement fertig, bietet das Programm einige Möglichkeiten der Nachbearbeitung – direkt unter der Spuransicht ist die Effektsektion mit vier Standardeffekten sowie der Möglichkeit, eigene, VST-kompatible Plugins einzubinden.
Sind alle Effekte eingebracht und der Klang zufrieden stellend, kann mit dem Master-Volume Regler die Gesamtausgabelautstärke der produktion reguliert werden. Auch hier gibt es eine „Auto“-Funktion, die den Podcast hinsichtlich der lautesten Stelle analysiert und die Gesamtlautstärke so auspegelt, dass es nicht zu Verzerrungen kommt.
Podcast veröffentlichen
Ist auf diesem Wege eine den persönlichen Anforderungen genügende Audio-Datei entstanden, wird es Zeit, das Projekt zu veröffentlichen. Drei Wege bietet das Programm:
Burn CD
brennt die Audio Datei auf eine CD
Export Audio
speichert die Datei lokal auf dem eigenen Computer
Make Podcast
Die spannendste Ausgabemöglichkeit ist natürlich der Podcast-Export. Ein Podcast besteht, technisch gesehen, aus der Mediendatei sowie einer zugehörigen XML-Datei, in der die Informationen abgelegt werden, die für die Abonnement-Funktion des Podcasts benötigt werden. Beide Dateien zusammen müssen auf einem Webserver abgelegt und, so eine öffentliche Erreichbarkeit erwünscht, bei einem der große Podcast-Vezeichnisse (iTunes, podcast.de, etc.) angemeldet werden.
Den kompletten Artikel inklusive Anleitung zum MAGIX Podcast Maker können Sie in Heft 86 der Zeitschrift Praxis des Musikunterrichts nachlesen.

